Kommission
Über die Kommission
Die Unabhängige Regionale Aufarbeitungskommission Südwest - URAK Südwest - besteht aus sieben Mitgliedern.
Sie bringen unterschiedliche Fachrichtungen, Lebensrealitäten und Perspektiven ein – ein wichtiger Grundstein für eine unabhängige und sorgfältige Aufarbeitung.
Sie bringen unterschiedliche Fachrichtungen, Lebensrealitäten und Perspektiven ein – ein wichtiger Grundstein für eine unabhängige und sorgfältige Aufarbeitung.
Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und sind von Ev. Kirche und Diakonie im Verbund Südwest für eine Amtszeit von vier Jahren berufen.
Diese ehrenamtliche Tätigkeit stärkt die Unabhängigkeit und Vielfalt des Gremiums.
Die URAK Südwest hat ihre Arbeit im April 2025 aufgenommen.
Unabhängigkeit der Kommission
Die URAK Südwest arbeitet unabhängig und eigenständig.
Alle Entscheidungen darüber, wie die Aufarbeitung durchgeführt wird, treffen ausschließlich die Mitglieder der Kommission.
Alle Entscheidungen darüber, wie die Aufarbeitung durchgeführt wird, treffen ausschließlich die Mitglieder der Kommission.
Zusammensetzung der Kommission
Drei Unabhängige Expert:innen
aus Justiz, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung - von den jeweiligen Landesregierungen vorgeschlagen:
Helmut Perron (Vorsitzender der Kommission)
ehemaliger Präsident des Landgerichts Heidelberg
"Wir müssen herausfinden, ob es spezifische Strukturen und Haltungen im kirchlichen Umfeld gibt, die sexualisierte Gewalt ermöglicht oder ihre Aufdeckung erschwert haben."
Prof. Dr. Sylvia Schraut (Stellvertretende Vorsitzende)
Historikerin mit Schwerpunkt Sozial- und Genderforschung, Leiterin des Projekts zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Speyer
„Prävention kann nur wirksam sein, wenn wir die Fehler der Vergangenheit verstehen und benennen. Das erfordert eine umfassende Analyse der Strukturen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Missbrauch begünstigt oder vertuscht haben.“
Detlef Placzek
ehemaliger Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz; derzeit Ehrenamtlicher Opferbeauftragter der Landesregierung Rheinland-Pfalz
ehemaliger Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz; derzeit Ehrenamtlicher Opferbeauftragter der Landesregierung Rheinland-Pfalz
„Mir ist es wichtig, dass wir in der URAK die Missstände der Vergangenheit aufarbeiten und gemeinsam daran arbeiten, dass sich so etwas nicht wiederholt. Das sind wir den Betroffenen schuldig.“
Zwei Betroffene als Expertinnen aus Betroffenensicht
wurden im Januar 2025 von der Betroffenenvertretung der URAK- Südwest gewählt; sie bringen Erfahrungen und Perspektiven Betroffener ein und übermitteln die Erkenntnisse aus der Betroffenenvertretung der URAK Südwest:
Christel Knopp
„Die Erinnerungen an das, was uns widerfahren ist, verschwinden nicht einfach. Es geht nicht nur um Entschädigungen, sondern darum, dass unsere Geschichten gehört und anerkannt werden. Ich möchte, dass Wahrheiten ausgesprochen werden und Verantwortliche nicht mehr relativieren können.“
Christa-Marie (Pseudonym)
„Ich will als Mitglied der URAK konstruktiv an der Aufarbeitung mitwirken und meine Erfahrungen nutzen, um Licht ins Dunkel zu bringen.“
Zwei Vertreterinnen als Expertinnen von Evangelischer Kirche und Diakonie
bringen die Erfahrungen und Perspektiven aus Evangelischen Kirche und Diakonie ein:
Britta Geburek-Haag (für Evangelische Kirche der Pfalz/Diakonie Pfalz), Pfarrerin der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), CampusGemeinde Kaiserslautern & Homburg/ Saar
„Neben der dringenden Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Umfeld von Kirche und Diakonie ist es ein Anliegen der URAK, die Öffentlichkeit noch stärker für dieses Thema zu sensibilisieren. Damit künftig nicht mehr weggesehen wird und damit weitere Betroffene ermutigt werden, sich zu melden.“
Beatrix Vogt-Wuchter (für Evangelische Kirche Baden/Diakonie Baden), Vorständin der Diakonie Baden
„Kirche und Diakonie müssen sich ihrer institutionellen Verantwortung stellen. Es reicht nicht, Fehler einzugestehen – wir müssen daraus lernen, um Betroffenen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und künftiges Leid zu verhindern.“
